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Dr. Regine Laser

Ernährung in der Schwangerschaft

Eine gesunde, vollwertige Ernährung liegt im Interesse jeder Schwangeren.

Es ist empfehlenswert, ca. 2,5 Liter am Tag zu trinken und sich ballaststoffreich zu ernähren. Die Gewichtszunahme liegt für die gesamte Schwangerschaft bei 10 –12 kg. Ihr Kalorienbedarf steigt nur um 10 %.

800 µg Folsäure (ab der 12. Woche reichen 400µg) ab Beginn Ihres Kinderwunsches und während der ganzen Schwangerschaft sind empfohlen, um die Rate an bestimmten Schwangerschaftskomplikationen niedrig zu halten und auch, um das Auftreten von Spaltbildungen wie Spina bifida ("offener Rücken") zu verhindern. Empfehlenswert kann ergänzend auch die tägliche Einnahme von 150 µg Jod sein, wenn die Ernährung aus bestimmten Gründen jodarm ist.  

Bei Mangelerscheinungen, z.B. nachgewiesenem Eisenmangel oder Vitamin D-Mangel, erhalten Sie die nötigen Präparate, um dies auszugleichen.

Verzichten sollten Sie aus gesundheitlichen Gründen in der Schwangerschaft auf unbehandelte Kuhmilch, rohes Fleisch, rohe Eier oder sehr fetten Fisch.

Wenn Sie Vegetarierin oder Veganerin sind oder andere Nahrungsmittel, z.B. auch wegen Allergien, komplett weglassen müssen, dann wird in der Ernährungsberatung darauf eingegangen.

Ernährung bei Schwangerschaft

Genussmittel und Drogen

Sollten Sie Probleme haben, auf Alkohol, Drogen oder Zigaretten zu verzichten, sprechen Sie dies bitte unbedingt an!

 

Toxoplasmose-Infektion

Um eine Toxoplasmose-Infektion in der Schwangerschaft zu vermeiden, kann folgendes berücksichtigt werden:

Toxoplasmen werden durch infizierte Katzen auf Erde, Gartengemüse, Schlachttiere etc. übertragen und gelangen so zum Menschen. Möglicherweise haben Sie sich selbst als Kind schon infiziert und sind nun immun gegen diese Erreger. Ob Sie immun sind, wird zu Beginn der Schwangerschaft getestet.

Falls keine Immunität besteht, ist es ratsam, kein rohes Fleisch oder nicht völlig durchgekochtes Fleisch zu essen. Eine sichere Abtötung der Toxoplasmen erfolgt bei einer Erhitzung auf mindestens 50° C über 20 Minuten. Bei höheren Temperaturen verkürzt sich die Zeit dementsprechend.

Bei der Zubereitung von Fleisch in der Küche ist darauf zu achten, dass alle Teile auch im Kern genügend erhitzt werden, d.h., das Fleisch muss seine rote Fleischfarbe auch innen verloren haben. Weitgehend sicher sind alle gepökelten Rohdauerwaren, z.B. Rohschinken oder Salami. Rohes Garten-Gemüse oder Obst vor dem Verzehr waschen.

Am besten die Hände nach dem Zubereiten von rohem Fleisch, nach Garten-, -Feld- oder anderen Erdarbeiten, nach dem Besuch von Sandspielplätzen und vor dem Essen mit Seife und Bürste waschen.
Wird eine Katze gehalten, wird empfohlen, das Tier nur mit Dosenfutter und/oder Trockenfutter zu ernähren. Das „Katzen-WC“ muss täglich durch eine andere Person gereinigt werden.

Infos vom Robert Koch Institut

Infos vom Bundesinstitut für Risikobewertung

Infos vom Bundesamt für Gesundheit