Dr. med. Regine Laser - Gynäkologie und Geburtshilfe       044 - 552 55 50    info@dr-laser.ch

Dr. Regine Laser

Hormonsprechstunde

Die Hormonsprechstunde ist für mich etwas sehr Spannendes und Interessantes. Wirklich ganzheitliche Medizin: auf der einen Seite sehe ich Sie in der Sprechstunde mit Ihren persönlichen Problemen und gesundheitlichen Beschwerden - auf der anderen Seite die Laboranalyse mit Ihrem Hormontest und den Ergebnissen.

Wechseljahre

1850 lag die durchschnittliche Lebenserwartung einer Frau bei 38 Jahren. An heute banalen Infektionen oder bei Geburten und im Wochenbett sind manche schon früh gestorben und mit 50 Jahren waren die Frauen verbraucht und abgearbeitet oder weisshaarige Grossmütter, die gebeugt vom Leben auf die Enkelkinder und die Hühner aufgepasst haben.

Heute stehen wir mit 50 oder 60 Jahren voll im Beruf, müssen unser Pensum bringen, sexy und gepflegt sein, alles im Griff haben und wollen auch mit 80 oder 90 Jahren noch aktiv sein und das Leben geniessen können …

Schlafstörungen, Hitzewallungen, Gewichtszunahme, depressive Verstimmungen, Gelenkschmerzen, faltige Haut, graue Haare, keine Lust auf Sex, Schmerzen beim Sex, Harninkontinenz, Osteoporose, Bluthochdruck, Altersflecken, Krampfadern usw. passen nicht in dieses Bild.

Der Alterungsprozess ist ein allmählicher Rückgang jeglicher Drüsenproduktion im Körper. Drüsen sind Organe, die ein Sekret in die Blutbahn geben, das als Botenstoff an anderer Stelle im Körper eine Reaktion hervorruft. Als Beispiele seien genannt: Bauchspeicheldrüse – Insulin, Schilddrüse – Schilddrüsenhormon, Eierstöcke – Östrogen …

Hormone, die von den Keimdrüsen produziert werden, nennt man Sexualhormone.

Das weibliche Sexualhormon Östrogen wird in den monatlich heranreifenden Eibläschen gebildet. Wenn der individuelle „Eiervorrat“ einer Frau aufgebraucht ist mit 45 bis 55 Jahren, wird kaum noch Östrogen gebildet. Der Östrogenmangel wirkt sich dann auf alle Organe aus, die über Rezeptoren für Östrogen verfügen – das sind fast alle, auch das Gehirn oder der Darm. Ähnlich ist es mit dem Hormon Progesteron oder den vielen anderen, die in ihrer speziellen Komposition unser „Frausein“ ausmachen.

Der Hormonmangel ist physiologisch, aber dennoch nicht wirklich tolerabel, wenn die Beschwerden uns nicht normal am Leben teilnehmen lassen. Der Hormonmangel ist auch nicht tolerabel, wenn durch ihn Folgeerscheinungen zu erwarten sind, die langfristig negativ für unsere Gesundheit sind wie Osteoporose, ungünstiges Lipidprofil, Demenz, Inkontinenz – das würde den Traum von der Gesundheit im hohen Alter vielleicht platzen lassen.

Insofern kann nach individueller Beratung eine Hormonersatztherapie, möglichst mit bioidentischen Hormonen durchaus in Frage kommen.

Sehr umfassende Informationen zum Thema finden Sie bei:

Bioidentische Hormone

Dr. Huber Bioidentische Hormone

Blutungsstörungen

Alle Frauen wissen eigentlich selbst, was hier normal ist und was eine Blutungsstörung.

Möglich ist aber auch, sich so sehr an die vielleicht viel zu starke Blutung zu gewöhnen, dass man denkt, das sei völlig ok. Regelblutungen, die zu einem Eisenmangel führen, der gar noch mit Infusionen behandelt werden muss, sind zu stark. Blutungen, die nachts ins Bett laufen, sind zu stark. Sollte das für Sie zutreffen, sollten Sie sich untersuchen und beraten lassen.

Eine schwache Blutung ist kein medizinisches Problem. Dies ist evtl. sogar ein gewollter Effekt einer Pilleneinnahme oder einer Hormonspirale. Ist Ihre Blutung nur ausnahmsweise sehr schwach und Sie haben keine sichere Verhütung betrieben, dann denken Sie an die Möglichkeit, dass eine Schwangerschaft eingetreten sein könnte und Sie in der Frühschwangerschaft mal ein bißchen bluten könnten. Dann machen Sie zuerst zu Hause einen Schwangerschaftstest und melden sich dann für einen Termin.

Generell haben Blutungen in der Schwangerschaft nichts zu suchen und sollten abgeklärt werden. Meistens ist es harmlos und die Schwangerschaft ist nicht gefährdet.

Ein Blutungsrhythmus von 25 bis 35 Tagen ist normal.

Kurze Zyklen führen zu deutlich mehr Blutungen pro Jahr und zu einem insgesamt höheren Blutverlust. Das sollte nicht sein.

Lange Zyklen sind nicht zwingend therapiebedürftig. Hier kommt es auf die Rahmenbedingungen an. Haben Sie Kinderwunsch, Übergewicht, Untergewicht, Akne, Haarausfall, Behaarungsprobleme im Gesicht? Dann könnte sich hier auch ein Anlass ergeben, den Rhythmus zu korrigieren.

Chaotische Blutungen sind natürlich auch abklärungsbedürftig. Es kann tatsächlich der Zyklus hormonell so durcheinander sein, dass es andauernd wieder blutet … Es kann aber auch eine nicht-hormonelle Störung vorliegen: empfindlicher Muttermund, gutartige Polypen, Risse beim Geschlechtsverkehr, empfindliche Vagina bei niedrigem Östrogenspiegel usw. Wie lange liegt Ihre letzte Jahreskontrolle zurück?

Blutungen nach den Wechseljahren: egal, ob Sie Hormone einnehmen oder nicht, wenn außerhalb des Plans über ein Jahr nach ihrer allerletzten Blutung (=Menopause) nochmals eine Blutung auftritt, sollten Sie möglichst bald eine Untersuchung mit Ultraschall der Gebärmutterschleimhaut vornehmen lassen. Ohne Sie beunruhigen zu wollen, muss ich doch darauf hinweisen, dass solche Blutungen auch ein Hinweis auf bösartige Prozesse sein können.

Kinderwunsch

Bei Kinderwunsch begleite und behandele ich Sie selbstverständlich auch.

Von der ersten Beratung bis zur Therapie kann ich Ihnen alle Schritte bieten. Kommen Sie zu einer ersten Beratung am besten mit Ihren Unterlagen: ältere Hormonlabor-Befunde, Ihr Zykluskalender, evtl. Untersuchungsbefunde Ihres Partners etc.

In der Praxis ist eine Stimulationstherapie (Tabletten oder Spritzen) mit Follikel-Monitoring möglich.

Für Inseminations-, IVF- oder ICSI-Behandlungen kooperiere ich mit einer Kinderwunsch-Spezialpraxis. Wenn Sie ein Follikel-Monitoring für eine IVF/ICSI-Behandlung extern (z.B. im Ausland) benötigen, kann ich Ihnen kurzfristigen Termine zum Ultraschall bieten.